Abteilung für Nephrologie
In der Abteilung für Nephrologie (Nierenerkrankungen) erfolgt die spezielle Diagnostik und Therapie von akuten oder chronischen Erkrankungen der Nieren. Dazu gehören sowohl die primären Nierenerkrankungen wie zum Beispiel die Glomerulonephritis als häufigste Ursache einer Niereninsuffizienz (Nierenschwäche) oder die interstitielle Nephritis (eine spezielle Form der Nierenentzündung) sowie sekundäre Nierenerkrankungen. Zu sekundären Nierenerkrankungen zählen u. a. die diabetische Nephropathie (eine durch die Zuckerkrankheit ausgelöste Nierenerkrankung) und renovasculäre (das Nierengefäßsystem betreffende) Erkrankungen sowie immunologisch und bösartige Systemerkrankungen mit spezieller Beteiligung der Nieren.
Neben speziellen Laboruntersuchungen sowie Spezialuntersuchungen des Urins kommt als wichtige Untersuchungsmethode dem Ultraschall eine besondere Bedeutung zu. In der Abteilung werden verschiedene Ultraschallmethoden wie die Dopplersonografie, Farbdoppleruntersuchungen der Gefäße und die Kontrastmittelsonografie zur Untersuchung bei speziellen Fragestellungen eingesetzt. Dabei werden mit einer entsprechenden computergestützten Auswertung Gefäßverläufe innerhalb des Körpers sichtbar gemacht, die oftmals weitere diagnostische Maßnahmen wie z. B. Röntgenuntersuchungen ersparen. So können spezielle Fragestellungen bei Durchblutungsstörungen der Niere aber auch bei operativ geschaffenen Dialysegefäßanschlüssen (arteriovenöser Shunt) abgeklärt werden. Ebenso besteht die Möglichkeit der ultraschallgestützten Punktion der Niere sowie Knochenbiopsien bei speziellen Erkrankungen des Nieren- und Knochenstoffwechsels.
In enger Kooperation mit dem auf dem Gelände befindlichen KfH-Nierenzentrum Wismar können sämtliche Formen der Nierenersatztherapie wie Hämodialyse (Blutwäsche), Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) sowie in Einzelfällen spezielle Verfahren der Blutplasmatherapie (Plasmaaustauschbehandlung, Immunadsorption und andere) durchgeführt werden. Darüber hinaus erfolgen notfallmäßige Hämodialysen in enger Kooperation mit der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie. Ebenso besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung für Gefäßchirurgie unseres Hauses.
Neben den Verfahren der Nierenersatztherapie kommt der Prävention der chronischen Niereninsuffizienz und der Betreuung von niereninsuffizienten Patienten mit gleichzeitigen Erkrankungen des Herzkreislaufsystems eine große Bedeutung zu.