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Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Psychotherapie?

Wann benötige ich eine Psychotherapie?

Was ist eine Demenz?

Was ist Alzheimer?

Was ist eine Angststörung?

Was sind die Symptome bei einer Angst- / Panikattacke?

Was ist eine „Psychiatrische Institutsambulanz" oder „PIA"?

Was sind Depressionen?

Wie werden Depressionen behandelt?

Wie entwickelt sich eine Alkoholabhängigkeit?

 

 

 

Was bedeutet Psychotherapie?

 

Das Grundprinzip einer erfolgreichen Psychotherapie  ist die Bereitschaft etwas im Leben zu verändern, d.h. neue Erfahrungen zu sammeln, ungünstige  Lebenseinstellungen zu überwinden und das Leben als einen Entwicklungsprozess zu begreifen. Dies gelingt meist dann, wenn lebensbestimmende Konflikte verstanden und eingefahrene, krankmachende Verhaltensmuster erkannt werden. Psychotherapie fördert die Fähigkeit zur Konfliktlösung durch Erweiterung von Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten.  Psychotherapie ist der Zugewinn an Kompetenz und bedeutet nicht „etwas wegzumachen"!

 

 

Wann benötige ich eine Psychotherapie?

 

  • Wenn Sie nicht mehr in der Lage sind ihre Alltagspflichten zu erfüllen
  • Wenn Sie schon selbst versucht haben, sich zu helfen, aber jetzt keinen Rat mehr wissen
  • Wenn der Leidensdruck immer mehr zunimmt
  • Wenn Sie ihre Probleme mit Alkohol oder anderen Suchtmittel bekämpfen
  • Wenn sie mehr als 4 Wochen unter Ängsten oder Depressionen leide
  • Wenn Sie z.B. unter körperlichen Beschwerden, Schlafstörungen, Anspannung, Unruhe leiden und der Arzt eine körperliche Ursache ausgeschlossen hat.

 

 

Was ist eine Demenz?

 

Bei einer Altersdemenz handelt es sich um eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns. Einschränkungen der Hirnleistung bei Gedächtnis, Konzentration, Aufmerksamkeit, Orientierung. Demenz ist mehr als nur eine Gedächtnisstörung.

Risikofaktoren, die eine Demenz mit bedingen können:

  • - Bluthochdruck
  • - Herzrhythmusstörungen
  • - Blutzuckererhöhung
  • - Erhöhte Blutfette
  • - Schilddrüsenerkrankungen

 

 

Was ist Alzheimer ?

Es ist die häufigste Form von Demenzen (ca. 60%). Es sterben langsam best. Nervenzellen im Gehirn ab. Besonders in der Anfangsphase sind die Hirnregionen betroffen, die für das Gedächtnis, das Lernen, die Raumorientierung verantwortlich sind.

 

 

Was ist eine Angststörung?

Angst ist notwendig und sinnvoll, wenn sie ein Alarmsignal ist, den Körper durch eine Alarmreaktion schnell handeln lässt und dadurch vor plötzlicher Gefahr schützt. Zur Störung wird Angst, wenn sie den Situationen objektiv nicht angemessen ist und die Angstreaktionen überdauernd sind. Dabei ist sie in der Regel nicht versteh- oder erklärbar, so dass keine gezielte Reduktion oder Kontrolle erfolgen kann. Am Ende beeinträchtigt sie das Leben in immer mehr Bereichen. Angststörungen sind bei Frauen die häufigste, bei Männern die zweithäufigste psychische Erkrankung. 10 - 15 % der Bevölkerung leidet zumindest zeitlich begrenzt an einer Angsterkrankung. Ursächlich auslösend sind verhaltensbedingte und biologische Faktoren. Oft treten Angststörungen zusammen mit Depressionen, Missbrauch von Alkohol und Medikamenten oder Persönlichkeitsstörungen auf. Bekannte Angstpatienten waren u.a. Goethe, Freud und Brecht.

 

 

Was sind die Symptome bei einer Angst- / Panikattacke?

Symptome können Herzklopfen, Herzrasen, Schwindel, Schwächegefühl, Luftnot, Schwitzen, Zittern oder Beben, Hitzewallungen oder Kälteschauer, Kribbeln, Todesangst, Angst verrückt zu werden oder die Kontrolle zu verlieren sein.

 

 

Was ist eine „Psychiatrische Institutsambulanz" oder „PIA"?

Eine „PIA" ist eine ambulante psychiatrische Therapieeinrichtung und hat ähnliche Aufgaben wie eine psychiatrische/nervenärztliche Praxis. Das besondere ist, dass sie eng an das Krankenhaus gebunden arbeitet und dadurch die Möglichkeit hat, verschiedene Therapieangebote zu kombinieren. Durch diese Verzahnung entsteht eine höhere Kontinuität im Behandlungsverlauf, besonders wenn stationäre oder teilstationäre Zwischenbehandlungen nötig werden.

 

 

Was sind Depressionen?

Die Depression gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in der Bevölkerung. Es wird geschätzt, dass etwa jeder Fünfte im Laufe seines Lebens an einer behandlungsbedürftigen Depression erkrankt. Oft führen zunächst die körperlichen Symptome dazu, einen Arzt aufzusuchen. Nach deren Ausschluss, sind es vor allem Hemmungen und Vorurteile die eine weitere psychiatrische Abklärung und Behandlung erschweren. Symptome einer Depression könnengedrückte Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit und Müdigkeit, verminderte Konzentration, Gefühle von Wertlosigkeit sowie eine pessimistische Zukunftssicht, Schlafstörungen, Appetitverlust und manchmal auch Lebensmüdigkeit sein.

 

 

Wie werden Depressionen behandelt?

 

Eine Behandlung von Depressionen erfolgt in der Regel durch:
Medikamente:

  • Antidepressiva und/oder Medikamente zur Stimmungsstabilisierung,

Psychotherapie:

  • Bearbeitung zugrunde liegender Konflikte und Förderung individueller Bewältigungsstrategien sowie

Psychoedukation:

  • Aufklärung und Information der Betroffenen über die Erkrankung, ihre Ursachen, den Verlauf und die Behandlungsmöglichkeiten.

 

 

Wie entwickelt sich eine Alkoholabhängigkeit?

Bei der Entwicklung der Alkoholabhängigkeit unterscheiden wir zwischen der Eingangsphase mitgelegentlichem „Erleichterungstrinken" und einem Anstieg der Alkoholtoleranz. Der folgenden Vorphase mit Erinnerungslücken, heimlichem Trinken, dauerndem Denken an Alkohol sowie Schuldgefühlen wegen des Trinkens. Einer sich daran anschließenden Kritischen Phase mit Verlust  der Trinkkontrolle nach Beginn des Trinkens, regelmäßigem Trinken (schon morgens), Verlust der äußeren Interessen, Konzentration des Verhaltens auf den Alkohol und der Vernachlässigung einer ausreichenden Ernährung. Und der abschließenden Chronischen Phase, mitverlängertem Rausch, Abnahme der Alkoholtoleranz, Angstzuständen, Zittern der Gliedmaßen, soziale Entgleisungen bis zu Straftaten und dem lebensbedrohlichen Delirium.