Home | Kliniken | Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik | Psychiatrische Institutsambulanz

Die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA), Dr. Unruh-Straße 14

Ab dem 1. April 2001 wurde Psychiatrischen Kliniken an Allgemeinkrankenhäusern per Gesetz (§ 118 Abs. 2 SGB V) die Möglichkeit eingeräumt, psychiatrische Institutsambulanzen (PIA) einzurichten. Die Einrichtung solcher Institutsambulanzen war bereits eine der zentralen Forderungen der Psychiatrie-Enquete (1975). Über viele Jahre war diese ambulante Behandlungsform nur an psychiatrischen Fachkrankenhäusern möglich. Nach dem die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen wurden, konnte auch am Wismarer Klinikum eine psychiatrische Institutsambulanz etabliert werden. diese Ambulanz nahm im Dezember 2001 ihren Betrieb auf und war damit die erste PIA an einem Allgemeinkrankenhaus im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

 

Was ist eine „Psychiatrische Institutsambulanz“?

  • eine Ambulanz ähnlich einer psychiatrischen/ nervenärztlichen Niederlassung
  • einem Krankenhaus angegliedert
  • sehr intensive Behandlung möglich
  • Verzahnung mit der Klinik und anderen therapierelevanten Einrichtungen

Angebot

  • Ambulante Komplexleistung mit dem gesamten Spektrum psychiatrisch-psychotherapeutischer Diagnostik und Therapie
  • unser Team besteht aus Ärzten, Psychologen, einer Fachkrankenschwester, einer Ergotherapeutin und einem Sozialarbeiter
  • für psychiatrisch erkrankte Menschen und ggf. deren Angehörige, die auf Grund der Art, Schwere oder Dauer ihrer Erkrankung von anderen Versorgungsangeboten nur unzureichend erreicht werden. Dafür besteht ein besonderer Versorgungsauftrag
    • Die PIA erfüllt einen spezifischen Versorgungsauftrag für psychisch Kranke, die wegen Art, Schwere oder Dauer der Erkrankung eines besonderen krankenhausnahen Angebotes bedürfen. Hierzu gehören insbesondere Patienten mit zur Chronifizierung neigenden psychischen Erkrankungen wie Schizophrenien, affektiven Erkrankungen, schweren Persönlichkeitsstörungen sowie Suchterkrankungen mit Komorbidität und gerontopsychiatrischen Erkrankungen. Behandelt werden sollen Personen, bei denen einerseits langfristige kontinuierliche Behandlung medizinisch notwendig ist und andererseits mangelndes Krankheitsgefühl und/oder mangelnde Krankheitseinsicht und/oder mangelnde Impulskontrolle der Wahrnehmung dieser kontinuierlichen Behandlung entgegenstehen. Der Zugang zur Institutsambulanz erfolgt mit Überweisung durch den behandelnden Facharzt.
  • Enge Zusammenarbeit zu komplementären Einrichtungen im Gemeindepsychiatrischen Verbund und mit niedergelassenen Ärzten, psychosozialen Einrichtungen und Behörden

Unser Therapieangebot richtet sich an Menschen mit folgenden Krankheitsbildern:

  • Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis
  • affektive Störungen
  • schwere Persönlichkeitsstörungen
  • gerontopsychiatrische Erkrankungen einschließlich Demenzen
  • Suchtkrankheiten, wenn gleichzeitig andere psychiatrische Störungen vorliegen

Unsere Behandlungsangebote:

  • Medizinische und psychologische Eingangs- und Verlaufsdiagnostik
  • Moderne Pharmakotherapie
  • Ergotherapie
  • Krisenintervention und Notfallversorgung
  • Unterschiedliche psychotherapeutische Behandlungsmethoden werden kombiniert und dem Störungsbild individuell angepasst (im Rahmen eines Gesamtbehandlungsplanes)
  • Anwendung finden im Einzelnen:
    • Verhaltenstherapie
    • Indikativgruppen/-therapien ( z.B. Entspannungstherapie, Hirnleistungstraining, Soziales Kompetenztraining)
    • tiefenpsychologisch orientierte Gesprächstherapie
    • Gruppentherapien für depressiv Erkrankte
    • Ergotherapie mit neuropsychologischer, psychosozialer, arbeitstherapeutischer und kreativer Ausrichtung
    • Informationsseminar für Pat. mit Psychosen und deren Angehörige („Psychoedukation“)
    • Einbeziehung des Sozialarbeiters
    • Früherkennung von psychotischen Erkrankungen
    • Allgemeine Informationssprechstunde für Patienten und Angehörige

Ziel unserer Behandlung

  • Ziel ist grundsätzlich die Gesundung, zumindest eine Besserung der Beschwerden, so dass Stationäre Behandlungen vermieden werden und die Patienten in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können.
  • Nachsorge nach einem voll- oder tagesklinischen Aufenthalt
  • Behandlung auf der Grenze zwischen den stationären/ teilstationären Angeboten unserer Klinik und den niedergelassenen Nervenärzten der Region
  • stationäre Behandlungszeiten zu verkürzen

Zugangswege:

  • Sie bzw. Ihr behandelnder Hausarzt oder Stationsarzt vereinbaren einen Termin
  • Erforderlich sind der Überweisungsschein Ihres bisher behandelnden Fach- oder Hausarztes und Ihre Krankenversicherungskarte

Unser Team:

  • Arzt (OA Dr. med. W. Exner, gel. auch weitere Ärzte)
  • Psychotherapeut (Dipl.- Psych. H. Rudolph)
  • Psychologe (Dipl.- Psych. D. Pagels)
  • Fachkrankenschwester (Schwester Ines)
  • Ergotherapeutin (Frau Katja Genz)
  • Sozialarbeiter (Herr Vahar- Matiar)
 

Leitende Oberärztin

Sabine Trautner
Fachärztin für Nervenheilkunde
E-Mail sabine.trautner[at]damp.de 

Telefon  03841 762865

Anmeldung

Telefon 03841 762865
Fax 03841 334247

Anschrift

HANSE-Klinikum Wismar GmbH
Psychiatrische Institutsambulanz
Dr. Unruh-Straße 14
23970 Wismar